Als ich Anfang 2025 meinen Jahresrückblick 2024 geschrieben habe, stand am Ende ein klares Motto für das kommende Jahr: Integration und Wachstum. Damals fühlte sich dieses Wachstum nach außen gerichtet an. Nach Sichtbarkeit, nach Ausdehnung, nach mehr Raum im Außen. Heute, mit etwas Abstand, kann ich sagen, dass sich diese Vision von Integration und Wachstum erfüllt hat – aber nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Das Wachstum von 2025 war vor allem ein inneres: still, tief und grundlegend.
In diesem Jahresrückblick möchte ich dich, wenn du magst, mitnehmen in mein Jahr 2025. In ein Jahr, das weniger von Expansion geprägt war und dafür umso mehr von Integration, Klärung und innerer Reifung.
Das Jahr beginnt mit einer klaren inneren Ausrichtung
Zu Beginn von 2025 hatte ich ein klares Bild. Ich wollte mein Business wachsen lassen und gleichzeitig innerlich die verschiedenen Methoden, die ich in den vergangenen Jahren gelernt hatte, zusammenführen. Vieles stand nebeneinander. Erfahrungen, Ausbildungen, Ansätze. Ich spürte, dass es Zeit war, daraus etwas Eigenes und Stimmiges entstehen zu lassen. Genau das war mein inneres Bild von diesem Jahr.
Wie mich MAP gefunden hat
Im Frühjahr 2025 hat mich dann die MAP-Methode gefunden. Ich sah ein Video von Colette auf Facebook und meldete mich spontan zu einer Einführungssitzung an. Das, was ich dort erlebt habe, hat mich tief berührt und gleichzeitig fachlich fasziniert. Es war ein Ansatz, der sich anders anfühlte als alles, was ich bis dahin kannte. Dass es eine innere Instanz in uns gibt, die in Richtung Heilung wirkt, war mir vertraut. Doch die Erfahrung, wie kraftvoll dieses innere Wissen in einer Sitzung aktiviert werden kann, hat mich überrascht.
Ich meldete mich im Anschluss direkt zur Ausbildung zur zertifizierten MAP-Praktikerin an. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine wirkliche Vorstellung davon, wie viel Zeit und Energie dieser Weg in Anspruch nehmen würde. Zwei Abende pro Woche über viele Monate hinweg. Rückblickend weiß ich, dass ich vielleicht gezögert hätte, wenn mir das damals so klar gewesen wäre. Umso dankbarer bin ich heute, dass ich einfach gegangen bin.
Im Rahmen der Ausbildung habe ich über 75 Stunden MAP-Coachings gegeben. Jede einzelne Sitzung war Begleitung für andere und gleichzeitig ein Lernfeld für mich selbst. Ich habe erlebt, wie sanft Veränderung geschehen kann und wie tief sie dennoch wirkt. Genau das hatte ich lange gesucht. Einen Zugang, der nicht überflutet, nicht überfordert und dennoch echte Veränderung möglich macht.
Im Januar 2026 habe ich die Ausbildung mit einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung abgeschlossen. Heute weiß ich, dass MAP keine Methode ist, die ich „zusätzlich“ gelernt habe. Sie ist ein Teil meines Arbeitens geworden, weil sie sich organisch eingefügt hat. Sie ergänzt nicht nur meine bisherigen Tools, sie hat innerlich etwas geordnet.
Methodenintegration – alles beginnt zusammenzuwachsen
Mit MAP begann sich mein gesamtes Arbeiten neu auszurichten. NeuroGraphik® bleibt mein Fundament. Sie ist meine kreative Sprache und mein Zugang zur inneren Welt. MAP kam nicht hinzu, um etwas zu ersetzen, sondern um Tiefe und Sicherheit zu erweitern. Ich habe aufgehört, meine Methoden getrennt zu denken. Stattdessen begann alles zusammenzuwachsen.
Diese Integration zeigt sich auch in meiner aktuellen Blogartikelreihe. Die Texte sind nicht aus einem Konzept entstanden, sondern aus einem inneren Prozess. Sie verbinden Neurobiologie, Erfahrung, Körperwissen und kreative Arbeit. Für mich sind sie Ausdruck dessen, was 2025 in mir gewachsen ist: innere Klarheit.
Ich habe heute tatsächlich das Gefühl, dass ich aufhöre zu suchen. Es fühlt sich im Moment an wie ein Stück weit angekommen zu sein, auch wenn ich glaube, dass Ankommen letztlich eine Illusion ist.
Meine Visionszeichnung für 2025 – wenn Entwicklung nicht erzwungen werden kann
Meine Visionszeichnung für 2025 hat mich lange begleitet. Gleichzeitig gab es immer wieder Momente, in denen ich spürte, dass ich sie nicht weiterführen konnte. Ich hatte den Impuls, sie zu vergrößern, sie auf ein größeres Papier zu übertragen und sie weiterzuentwickeln. Doch es ging nicht. Etwas in mir war noch nicht bereit. Lange hat mich das irritiert. Heute sehe ich darin einen wichtigen Teil dieses Jahres. Integration lässt sich nicht erzwingen. Sie braucht Zeit, Reife und ein inneres Einverstanden-Sein.