Du selbst, wer sonst?

Warum begleite ich als Coach Menschen auf dem Weg zu sich selbst?

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mich so richtig für mich selbst entschieden, als ich nach dem Abitur und einer Banklehre angefangen habe, Psychologie zu studieren. Das Studium machte mir enorm viel Spaß und bot mir in vieler Hinsicht ungeahnte Möglichkeiten.

Mit abgeschlossenem Psychologie-Studium, ich hatte mich auf Arbeits- und Organisationspsychologie spezialisiert, ging es dann um die Jobwahl. Durch die Lehre, meine Praktika und meine Spezialisierung war ich sehr attraktiv für Firmen im Bankensektor. Dort bekam ich auch einige Zusagen. Aber tief in mir drin war der Wunsch, noch ein bisschen länger bei der Psychologie in Reinform zu bleiben. Denn als Psychologin in einem großen Wirtschaftsunternehmen hätte das geheißen, die Psychologie zur Leistungssteigerung der Mitarbeiter zu benützen und nicht den Mitarbeitern selbst behilflich zu sein.

Weiter so, aber ein bisschen anders als zuerst gedacht

So war es für mich der Himmel auf Erden als ich eine Assistentenstelle am Institut für Pädagogische Psychologie der LMU München bekam. Anfänglich genoss ich diesen Job sehr mit Lehr- und Forschungstätigkeit. Doch nach einiger Zeit machten mir die extremen hierarchischen Strukturen und der enorme Konkurrenzdruck an der Universität zu schaffen, so dass ich meinen Vertrag nach 3 Jahren nicht mehr verlängerte. Ich wollte meine Dissertation extern schreiben und mich mit der Beratung von mittelständischen Unternehmen selbständig machen. 

Der Sprung ins kalte Wasser

Mein Übergang in die Selbständigkeit gelang nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte. Der plötzliche Wegfall der geregelten Strukturen und mein damaliger Glaubenssatz, dass mein Wert als Mensch sehr stark von dem Geld abhinge, das ich verdiene, waren eine fast unüberwindliche Herausforderung für mich. Durch den Wegfall meines Jobs fiel ich in ein tiefes Loch.

Ich bekam gesundheitliche Probleme - eine Autoimmunerkrankung - die mich komplett auf mich selbst zurückwarf, denn ich konnte für viele Monate nicht arbeiten. Ich beschäftigte mich sehr viel mit mir selbst und mit alternativen Therapie-Möglichkeiten und begann in dieser Zeit die ersten therapeutischen Ausbildungen. Ich schaffte es, mich wieder aufzurappeln und promovierte extern zum Dr. phil. mit dem Thema: Team-Arbeit in lernenden Organisationen der Wirtschaft.

Lust auf Neues:

Nach den Promotions-Prüfungen in Psychologie, Pädagogik und Soziologie gab ich dem Werben meiner damaligen Soziologie-Professorin nach. Sie wollte mich unbedingt für den Aufbau ihres neuen soziologischen Projektes “Geldverteilung in Paarbeziehung” gewinnen. Einerseits faszinierte mich diese Professorin, die so ganz anders schien als die männerdominierte Forschung an meinem bisherigen Lehrstuhl. Andererseits wollte ich aber meinen Wunsch der Selbständigkeit weiter verfolgen. Wir einigten uns auf eine Teilzeitstelle, die mir weiterhin die Möglichkeit gab, meine Unternehmensberatung aufzubauen.

Nach zwei Jahren stand das Soziologie-Projekt auf stabilen Füßen und ich verabschiedete mich davon. Nur ab und zu wurde ich noch für Interviewer-Schulungen oder Interviews gebraucht. Das machte mir sehr viel Spaß, denn da ging es um die verschiedenen Lebensentwürfe von Menschen. Das fand ich schon immer sehr spannend.

Umdenken und neue Ziele

Aufgrund weiterer gesundheitlicher Herausforderungen wurde in mir immer mehr eine Stimme laut, die fragte, ob das, was ich im Moment mache, wirklich das Richtige für mich ist. Macht es Sinn, weiter für Firmen zu arbeiten? Oder ist “mein Weg” vielmehr, therapeutisch mit Menschen tätig zu sein? Diese Fragen beschäftigten mich einige Zeit sehr intensiv. Die Arbeit mit Klienten fühlte sich immer stimmer an. So entschied ich mich für eine Neuausrichtung meiner Arbeit.

Mein neues Ziel war es nun, therapeutisch zu arbeiten - nicht nur psychologisch, sondern auch naturheilkundlich. Dafür brauchte ich den “großen” Heilpraktiker, der nach einer bestandenen Amtsarzt-Prüfung, bei mir der Stadt München, vergeben wird. Die Prüfung bezieht sich ausschließlich auf Anatomie-Wissen und medizinische Zusammenhänge. Man muss beweisen, dass man “keine Gefahr für die Volksgesundheit ist” - so steht es im Gesetzestext. Eine notwendige Ausbildung gibt es dafür nicht, aber viele Angebote von Heilpraktikerschulen. 3 Jahre Ausbildung an einer solchen Schule war mir zu lang. Ich beschloss, das auf eigene Faust zu lernen. Denn lernen konnte ich, das habe ich schon oft bewiesen. Ich zog mir den medizinischen Stoff rein und bestand 1 Jahr später die Heilpraktikerprüfung im ersten Anlauf.

Therapeutische Ausbildungen in Systemischer Aufstellungsarbeit, Kinesiologie und Homöopathie hatte ich schon viele besucht und abgeschlossen. Auch der Schamanismus ist Teil meines Lebens geworden. Alle Ansätze und Maßnahmen, die mir in der Vergangenheit geholfen hatten und mich wirklich weiter gebracht haben lernte ich selbst, um sie dann auch meinen KlientInnen und PatientInnen weiter geben zu können. So hatte ich bald einen großen “Werkzeugkasten” an der Hand, der mich bereit machte für den nächsten großen Schritt.

Doris Büorgel ist Coach auf dem Weg zu sich selbst

Hast Du schon Dich selbst und DEINEN Weg gefunden?

Neugründung und das gleich zweimal

Kurz darauf gründete ich meine Praxis für Psychotherapie und Naturheilkunde. Über viele Jahre begleitete ich Menschen und unterstützte sie bei ihren persönlichen Herausforderungen: psychotherapeutisch und naturheilkundlich.

So arbeitete ich lange mit allen Anliegen und Menschen, die zu mir fanden. Aber irgendwann merkte ich, dass es einen Bereich gibt, der mir besonderen Spaß macht und der mir sehr am Herzen liegt: Menschen dabei zu begleiten, immer mehr sie selbst zu sein und ihren ureigenen Weg zu finden. Ich beschloss: das wird meine neue Spezialisierung und meine Positionierung für mein neues Online-Business aus Leidenschaft.

Reframing ist wichtig

Bei der Arbeit mit KlientInnen stelle ich immer wieder fest, dass es sehr schwer ist, sich für das eigene Leben zu begeistern und es als einen bisherigen “guten” Weg zu betrachten. Ich kann das sehr gut verstehen, denn so ging es mir auch viele Jahre. Dennoch ist es wichtig, den eigenen Weg wertzuschätzen.

Ich tat mich damit auch lange schwer, denn mein Weg enthält viele Abbrüche und Neuanfänge, die ich lange für mich selbst nicht als: “Wow, das habe ich alles gemacht und geschafft! ” betrachten konnte. Ich habe immer deutlicher die Niederlage im Vorfeld gesehen, die Sackgassen auf meinem Weg.

Heute sehe ich, dass meine unaufhörliche Suche über so viele Jahre hinweg mein Leben unglaublich bereichert hat. Ich habe so vieles gefunden, was noch in mir steckt, was ich jenseits meiner Ausbildungen kann und was mich jeden Tag dankbar macht, dass dieser Weg kein leichter war. Denn sonst wäre ich nicht so weit gegangen und hätte nicht so tief in mir gegraben, um meine eigenen Schätze an die Oberfläche zu holen.

Die Spezialistin auf dem Weg zu Dir selbst

Genau dieser Weg voller Herausforderungen, dieses Nicht-Aufgeben, hat mich gelehrt was es heißt, den eigenen Weg zu finden - sich selbst zu finden. Ich weiß heute wer ich bin, was ich kann und was mich selbst ausmacht. Es macht mich zu einer Spezialistin im Finden des eigenen Weges und im Finden von sich selbst.

Deshalb begleite ich heute aus Leidenschaft Menschen dabei, ihren eigenen Weg zu finden. Damit sie erkennen, was sie wirklich ausmacht und damit sie erkennen, wofür ihr Herz schlägt und wofür sie brennen.

Denn meine Vision ist es, dass so viele Menschen wie möglich zu sich selbst finden und ihr stimmiges und zu ihnen passendes Leben entdecken. Dafür setze ich mich ein und tue alles, um das zu erreichen.


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4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Liebe Doris,
Hut ab! Du hast unglaublich viel getan und gelernt, hast niemals aufgegeben.
Es ist so toll, anderen Menschen zu helfen und das machen zu können, was Einem am meisten liegt uns Spaß macht.
Toller Artikel, der anderen hoffentlich die Augen öffnet, wenn sie denken, es geht nicht mehr weiter.

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Liebe Doris… wie wundervoll gelungen… sich dem eigenen tiefsten Innersten zu widmen und vor allen den Mut zu haben, sich reflektiert und authentisch zu zeigen.
Ich drücke Dich ganz lieb.

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