Oktober 1

Raus aus dem Überlebensmodus – rein in dein eigenes Leben

Du selbst, wer sonst?

2  comments

Im Außen scheint dein Leben normal und gut zu sein, du hast viel erreicht. Aber innen drin fühlt es sich anders an. Du fühlst dich oft machtlos, energielos und traust dir manche Dinge einfach nicht zu. Du erklärst dir die Situation so, dass du in deinem Leben nicht die besten oder sogar extrem schlechte Startbedingungen gehabt hast. Das ist dein gutes Recht und es ist die Wahrheit.  Punkt.

Die Frage ist nur, hilft dir das, um aus diesem Leben der gefühlten Unzulänglichkeit und der Fremdbestimmung herauszukommen? Hilft es dir weiter um einen Schritt in deine Freiheit und dein „eigenes Leben“ zu kommen, so wie es für dich bestimmt wäre?

Das was wir nicht bekommen haben als Kinder, das suchen wir immer und immer wieder im außen. Als Kinder waren wir klein, konnten uns nicht selbst helfen und waren somit hilflos und machtlos. Heute sind wir erwachsen, stecken zum Teil aber immer noch in diesem kleinen Kind fest. Wir wollen immer noch die Liebe bekommen, die wir uns so sehnlich wünschen, weil sie in unserem Leben nicht vorhanden war, zumindest nicht so, wie wir sie gebraucht hätten.

Mit dieser Suche, diese Liebe doch noch zu bekommen, nehmen wir jeden Strohhalm, den wir bekommen können. Jede Situation ist uns dazu recht. Das geschieht natürlich nicht in unserem Bewusstsein, sondern tief in uns drin, in unserem Unterbewusstsein.  Wir suchen die Liebe als Anerkennung bei unserem Chef oder der Chefin als Vater- oder Mutterersatz, in unseren Verkaufszahlen, als Anerkennung für Abschlüsse oder Zertifikate oder sogar bei unseren Kindern oder sonst wo da draußen in der Welt.

Opferrolle als Überlebensstrategie

Was wir dabei aber unbewusst machen ist, wir verharren in der Opferrolle. Diese Rolle ist uns als Kind zugefallen. Wir konnten sie nicht wählen. Sie war möglicherweise sogar eine Überlebensstrategie. Denn aufzugeben und nicht zu rebellieren könnte unser Leben gesichert haben. Diese Strategie ist so tief in uns verankert, dass wir sie nicht so einfach loslassen können. Oftmals sind wir uns dessen nicht einmal bewusst.

Eigenes Leben leben

Das Opfersein ist immer auch mit positiven Momenten verbunden. Wir bekommen Aufmerksamkeit, wir werden vielleicht bemitleidet und bekommen Trost und Liebe. Wenn wir ganz ehrlich zu uns sind, dann haben wir dadurch sogar eine Ausrede, warum das eine oder das andere bei uns nicht klappt oder geklappt hat. Oft sind diese "Gewinne" sehr gut versteckt und es braucht etwas Detektivarbeit um sie zu erkennen.

Ich habe mir in meinem Leben schon ab dem Alter von 10 Jahren Krankheit als Sicherheit in mein Leben geholt. Mein Bild dazu ist heute ein Seiltänzer, der mit einem Netz auftritt. Versteh mich nicht falsch, das ist für den Seiltänzer sehr nützlich und ich hasse es, wenn ich es anders sehe – ohne Netz und doppeltem Boden. Aber unser Leben braucht kein Netz.  In unserem Leben ist dieses Netz oft sehr, sehr hinderlich und nimmt uns die Freude am Leben, unsere Lebendigkeit und auch sonst Vieles, was unser Leben lebenswert macht. Krankheit ist kein sinnvolles Netz, der Preis dafür ist viel zu hoch.

Heute kann ich das sehen und annehmen, dass ich mir dieses Sicherungsnetz selbst erschaffen habe. Wir kreieren den ganzen Tag unsere Welt und unser Leben, doch die meiste Zeit nicht bewusst, sondern unbewusst aus unseren Ängsten und Traumata heraus.

Ich war so leistungsorientiert und mein Selbstwert war so an meine eigene (Schul-)Leistung gekoppelt, dass das fast unmenschlich war. So erschuf ich mir damals meine erste Lungenentzündung als Möglichkeit, nicht so viel leisten zu müssen. Es war ein Grund und eine Ausrede nicht immer perfekt zu sein. Von außen betrachtet hatte das natürlich auch andere Gründe. Aber wenn wir uns als Schöpferwesen betrachten und unsere Macht über unser Leben zurückerobern wollen, dann müssen wir auch solche Zusammenhänge durchschauen. Das sind die wahren Shifts im Leben. Genau wenn wir so etwas erkennen und dann von diesem Punkt aus unsere eigene Welt verändern.

Mittlerweile habe ich sehr stark an meiner Leistungsorientierung gearbeitet und gestehe mir auch Versagen und Fehler zu. Krankheit war in meinem Leben nie etwas, das gegen mich gearbeitet hat, sondern etwas, was mich vor meinen eigenen Anforderungen und Ansprüchen geschützt hat.

Raus aus der Opferrolle, rein in dein eigenes Leben!

Es ist wichtig und unerlässlich in der heutigen Zeit, dass du die Opferrolle in deinem Leben verlässt. Sie hält dich fest in deiner Vergangenheit und verhindert dein eigenes Leben. Erobere die Macht über dein Leben zurück! Nur so kannst du dich entfalten und ein glückliches und zufriedenes Leben führen.

Um das zu erreichen ist es wichtig, dass du solch negative Zusammenhänge, wie ich sie oben beschrieben habe, in deinem Leben erkennst. Entscheidend ist dabei, wirklich ganz ehrlich mit dir zu sein. Es ist so befreiend diese Zusammenhänge zu erkennen und sie aus dem Weg zu räumen.

Wenn du erkannt hast, welche Einschränkungen du dir zum Schutz oder deiner Sicherheit erschaffen hast, dann ist es im nächsten Schritt ein Leichtes, diese auch wieder zu revidieren und neu für dich zu entscheiden - JETZT.

Bitte mache hier jetzt keine Abkürzung. Es ist wichtig, dass du deine Gefühle, die mit dieser alten Wahrheit - deiner bisherigen Realität - verbunden sind, wirklich spürst. Lass den Schmerz und das Leid, das diese Wahrheit beinhaltet einen Augenblick lang da sein. Drücke sie bitte nicht weg. Dies zu fühlen und vorübergehend anzunehmen ist ein entscheidender Punkt für deine Heilung.

Mein alter Glaubenssatz war beispielsweise:  "Nur wenn ich etwas leiste, bin ich wertvoll." Damit verbunden war eine zweite bittere Wahrheit: "Um mich wertvoll zu fühlen, nehme ich sogar Krankheit als Hilfsmittel in Kauf." Das war nicht einfach anzunehmen, aber total hilfreich, um mich zu transformieren.

Anschließend, wenn dieser Prozess des Annehmens und  Spürens abgeschlossen ist, könntest du die alte Wahrheit auf einen Zettel schreiben und diesen verbrennen. 

Anschließend triffst du die Entscheidung, was du nun glauben möchtest. Entscheide dich für etwas, das dir Kraft und  Energie gibt in deinem Leben und schreibe es ebenso auf. Diesen neuen Zettel solltest du aufhängen, damit du deine neuen Entscheidungen immer wieder sehen kannst. 

Mein neuer Glaubenssatz lautet: "Ich bin zu jeder Zeit wertvoll und liebenswert, auch wenn ich Fehler mache. Fehler zeigen mir auf, wo ich noch besser werden kann. Sie sind mein Antrieb für Weiterentwicklung und Transformation."

Noch effektiver wäre es, wenn du zu deine Neuausrichtung nicht nur aufschreibst, sondern als Neurographik zeichnest. Dann verankerst du deine Entscheidung direkt in deinem Gehirn und es fällt dir viel leichter, das NEUE zu integrieren.

Ich wünsche dir viel Erfolg und ganz viele Durchbrüche mit deinen neuen Entscheidungen.


Über die autorin

Dr. Doris Bürgel begleitet Menschen zu sich selbst und in das Leben, das sie sich schon immer gewünscht haben. Mit viel Intuition gräbt sie zusammen mit ihren KundInnen große Potentiale und nicht geahnte Kräfte aus, hilft alte Wunden zu heilen, stärkt das Selbstbewusstsein und verhilft zu einem freien und selbstbestimmten Leben. Langjährige Erfahrung und großes Wissen, das sie in ihrer Tätigkeit als Psychologin und Heilpraktikerin angesammelt hat, geben Sicherheit und garantieren eine professionelle Begleitung.

Meist gelesene Beiträge:

Vom Frust in den Flow: Neurographik mit Herz

Jahresrückblick 2019: Durchbruch in meinem Business!

Löse Deine Probleme in 7 Schritten mit Neurographik

Hinterlasse einen Kommentar:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Notwendige Felder sind gekennzeichnet.

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}