Du selbst, wer sonst?

Gehst Du schon wirklich und wahrhaftig Deinen eigenen Weg?

Eine wichtige Frage zu Beginn:

Worauf ist Deine Aufmerksam gerichtet? Ist sie gerichtet auf Deine Probleme, die du bewältigen willst oder auf Deine Zielen bzw. Deine Vision, also auf das, was Du erreichen möchtest?

Problemorientiert bist Du z.B. wenn Du denkst: Wenn die Beziehung zu meinem Partner besser ist, dann habe ich genug Energie und mache mich selbständig. Deine momentane Aufmerksamkeit würde hier auf der Lösung des Problems Beziehung klären und verbessern liegen und nicht auf Deinem Ziel, Dich selbständig zu machen.

Geh einen Moment in Dich und beantworte Dir ehrlich diese Frage.

Meine Erfahrungen mit dem Blick zurück

Erst kürzlich habe ich mit einer neuen Klientin gesprochen. Sie sagte zu mir: “Ich beschäftige mich jetzt schon so lange mit mir und meinen Hindernissen. Ich habe schon so vieles gemacht: Aufstellungen, Kinesiologie, viele andere Arten von Energie-Arbeit, aber es verändert sich nichts. Manchmal ist es eine Woche besser, dann fängt alles wieder von vorne an. Ich bin es so leid. Wenn ich ein Problem gelöst habe, dann kommt das nächste daher.”

Das ist keine Seltenheit in meiner Praxis. Es gibt viele Menschen, die immer wieder die dringlichsten Probleme in ihrem Leben lösen, aber kaum ist das gut, kommt bereits das nächste. Sie bleiben in dieser Problembewältigungsstrategie stecken und merken nicht, dass sie sich eigentlich um sich selbst drehen.

Ich gebe es zu: mir erging es fast zehn Jahre genauso

Ich war sehr sehr lange in meinen Problemen und deren Lösungsversuchen gefangen. Das hat dazu geführt, dass ich vieles gelöst habe in meiner persönlichen Geschichte. Es gab auch viel zu tun und aufzuräumen. Gerade in der Psychologie gibt es wunderbare Erklärungsmodelle, warum mein Körper und meine Seele heute Probleme machen.

Es wurde immer wieder leichter, aber wirklich verändert hat sich in meinem Leben lange Zeit nichts. Das Gefühl, allem ohnmächtig und kraftlos ausgeliefert zu sein, blieb. Ich hatte immer wieder massive körperliche Symptome, die mich in die Knie zwangen. Und das, obwohl ich meine Vergangenheit bearbeitet und zum größten Teil auch verarbeitet hatte. Meine Gedanken waren lange: Wenn es mir körperlich besser geht, dann mache ich das und das, dann verwirkliche ich meine Träume. Im Moment kümmere ich mich um die Lösung meiner Probleme.

Leider habe ich mich jahrelang im Kreis gedreht und ein Hoffen und Bangen erlebt.

Mein Körper lässt sich nicht manipulieren

Mein Schlüssel war, ungeachtet meiner v.a. körperlichen Probleme, endlich das zu machen, was ich immer machen wollte: Schritt für Schritt und so gut es geht. Dabei habe ich mich kontinuierlich professionell begleiten lassen und bin dadurch dran geblieben an meinem Ziel und habe einen Schritt nach dem anderen gemacht.

Ich habe gelernt, dass sich mein Körper nicht auf das Spielchen einließ, das da lautet: Gib mir meine Gesundheit zurück und dann bringe ich meine Gaben in die Welt. Mein Körper ließ sich nicht über´s Ohr hauen, auch wenn ich es wirklich ernst meinte. Diese Kausalität funktioniert nicht.

Mein Commitment zu mir selbst und zu meinem eigenen Weg

Ich habe irgendwann verstanden, dass ich mich nach vorne ausrichten muss. Ich habe verstanden, dass ich meine Vision kreieren muss, eine Vision, die stark ist und mich nach vorne zieht. Eine Vision, die mich das angehen ließ, was ich wirklich machen wollte, körperliche Beschwerden hin oder her. Mein System forderte es ein, dass ich endlich aufstehe und gehe, weiter gehe in meinem Leben.

Ich habe auch verstanden, dass mein Körper möchte, dass ich endlich MEINEN Platz in dieser Welt einnehme und mein Wissen und meine Erfahrungen weitergebe.

Meine KlientInnen fordern oft einen einfachen Weg

Viele meiner KlientInnen fragen nach einer Wunderpille oder eine Zauberheilung. Sie möchten, dass sich ihre Situation verändert, aber sie schaffen es nicht, die nötigen Schritte dafür zu unternehmen. Sie meinen, sie würden es nicht schaffen, nicht durchhalten, nicht dauerhaft umsetzen können.

Meine Erfahrung zeigt mir, dass es die spontane Zauberheilung des Lebens ohne Zutun des Betroffenen nicht gibt.

Ein guter Coach kann wahre Wunder bewirken

Was es aber gibt, ist eine gute, hilfreiche und mitfühlende Begleitung durch einen Coach oder eine Mentorin, die Dich immer wieder an Deinen eigenen Weg erinnert. Jemanden, der Dir den Mut gibt, das zu schaffen, was in Dir ist. Vielleicht fühlst Du, dass etwas Großes in Dir schlummert, Du selbst kannst es aber noch nicht fassen. Genau an dieser Stelle ist kontinuierlich Begleitung angesagt.

Und suche Dir bitte einen Coach oder eine Mentorin, die beides kann: sowohl in die Zukunft arbeiten, Du weißt schon Mindset und so, die aber auch in der Lage ist, Dir bei der Klärung von Vergangenem zu helfen. Denn es kann auch bei der Ausrichtung nach vorne Schritte geben, bei denen Du das Gefühl hast, etwas hält dich zurück. Das sollte dann geklärt und losgelassen werden, nicht als Selbstzweck, sondern, dass Du den nächsten Schritt nach vorne leicht und beschwingt gehen kannst.

Gehe Deinen eigenen Weg!

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass du Deinen eigenen Weg findest und Dich traust, diesen wirklich zu gehen, denn es gibt nichts schöneres und erfüllenderes als den eigenen Weg unter seinen Füßen und in seinem Herzen zu fühlen. Bleib Dir treu, denn: Du selbst, wer sonst?


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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

Ganz toller Artikel. Von den eigenen Erfahrungen zu lernen und dies an andere weitergeben zu können, ist einzigartig. Schau immer nach vorn und nicht zurück. Es ist toll, wenn die Einsicht kommt und sich viele Türen öffnen. Alles Gute weiterhin.

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